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Zwischen Foodporn und Alltäglichkeit. Logiken von Essensbildern in Sozialen Medien

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Food-Fotografie bildete traditionell ein fotografisches Genre, das selbstverständlich Profis vorbehalten war. Dass Essensfotografien in den letzten 20 Jahren zu einer in den Sozialen Medien verbreiteten Bildform geworden sind, lässt sich darauf zurückführen, dass einerseits mit dem Smartphone Kameras allgegenwärtig worden sind, andererseits die Sozialen Medien Orte geschaffen haben, an denen man sich mit solchen Bildern selbst darstellen kann. Der Artikel befasst sich damit, welche Erwartungen die Essensaufnahmen in Sozialen Medien bestimmen. Kritik, die sich über die Unzulänglichkeit von durch die amerikanische Lifestyle-Ikone Martha Stewart gepostete Essensaufnahmen echauffieren, zeigen auf, dass eine aus dem Moment geborene ›okkasionelle Ästhetik‹ als nicht hinreichend angesehen wird. Das Label ›foodporn‹ formuliert dagegen den generalisierten Qualitätsanspruch von Social-Media-Essensfotografie. Diese kann somit exemplarisch für die Entwicklung der Bildästhetik der Sozialen Medien stehen. Abschließend werden einige wider- ständige Bildphänomene angeführt, in denen sich alternative Ästhetiken der Essensfotografie zeigen.

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Ruchatz, Jens: Zwischen Foodporn und Alltäglichkeit. Logiken von Essensbildern in Sozialen Medien. In: Navigationen - Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, Jg. 25 (2025), Nr. 2, S. 107-132.http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/24415
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