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Intersektionalität über Comic-Kunst verstehen. Birgit Weyhes Rude Girl als ästhetisches Medium zur ethischen Urteilsbildung im Geographieunterricht

Abstract

Der Beitrag begründet die Konzeption einer Unterrichtsskizze zum Thema Intersektionalität für den Geographieunterricht. Dabei wird über die Fachlogik, den Lehrplanbezug und die fachdidaktischen Prinzipien gefolgert, dass die Unterrichtsreihe exemplarisch und induktiv angelegt sein muss. Der an die Lebenswelt der Schüler*innen andockende Comic Rude Girl von Birgit Weyhe ermöglicht aufgrund der mit der Fiktionalität verbundenen Darstellung phänomenalen und propositonalen Wissens die Vermittlung einer doppelten Wahrheit im Hinblick auf Intersektionalität in Form einer objektiven und direkten sowie einer indirekten und impliziten Wahrhaftigkeit. Deutlich wird, dass intersektionale Differenzkriterien, die sich leiblich-performativ in Körper einschreiben, strukturelle Ursachen haben. Über die Analyse der comictypischen stilistischen Formelemente der Intermedialität und Multimodalität wird der Comic als fiktionale Literatur erkannt, die Parallelen zum Thema Intersektionalität aufweist, so dass sich der Comic für die literarische Umsetzung des Themas sehr gut eignet. Schließlich wird mit Bezug zur Rezeptionsästhetik Isers deutlich, was es heißt ethische Urteilskompetenz in der lesenden Auseinandersetzung mit dem Comic auszubilden.

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Published in:

Dickel, Mirka; Feige, Sophia: Intersektionalität über Comic-Kunst verstehen. Birgit Weyhes Rude Girl als ästhetisches Medium zur ethischen Urteilsbildung im Geographieunterricht. In: Rein, Franziska;Lienau, Anna;Wilkening, Jan-Christian: Intersektionalität interdisziplinär. Bestandsaufnahme aus Bildung und Wissenschaft. Kiel: Universitätsverlag Kiel 2025, S. 181-206.http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/24447
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