Anfänge des Spiels, Anfänge im Spiel, Anfänge in der Spielforschung – Anfänge sind Strukturmerkmale, und als solche verstanden gestattet ihre Analyse auf unterschiedlichsten Ebenen vielfältige Erkenntnisse und Einblicke in die Funktionsweise von Spielen, von Spielkultur und nicht zuletzt von der Wissenschaft derselben. Obgleich Spiel als elementares Moment von Kultur zwar keinen eindeutigen „Anfang“ kennt, verspricht der Begriff des „Anfangs“ deswegen als heuristisches Instrument vielseitig dienlich zu sein. Damit bieten sich Anfang bzw. Anfänge nicht nur als selbstreflexive Anspielung auf den eigenen Anfang dieses Journals an, sondern ihre Thematisierung ist auch geradezu prototypisch geeignet, das Programm von Spiel|Formen angemessen zu eröffnen: Spiel(e) in ihrer Eigenschaft als kulturelle Form(en) zu behandeln.



Gesamtheft

GamesCoop (Hg.):

Spiel|Formen: Anfänge

Editorial

Timo Schemer-Reinhard:

Einleitung: Über Formen und Funktionen von Anfängen im Spiel

S. 4-11

Artikel

Claudius Clüver:

Kartenspiele: Die Anfänge moderner „Games“

S. 12-32

Peter Menke:

Regel(er)klärungen in Gesellschaftsspielen: Eine gesprächsanalytische Perspektive

S. 33-55

Ilona Mader:

Der Zusammenhang von Anfängen und Serialität in Computerspielen: Wie die konzeptionelle Serialität von Computerspielen Erwartungshaltungen gegenüber ihren Anfängen determiniert

S. 56-75

Claudius Stemmler:

The Evolution of the Introductory Section: An Analysis Based on Three Long-Standing Video Game Series

S. 76-89

Peter Podrez:

Auswählen, Gestalten, Individualisieren: Avataraktualisierungen als Anfänge des Computerspiels

S. 90-115

André Weiß:

Was bisher geschah: TYRANNYs ‚Conquest Mode‘ als Beispiel für metaleptisch-narrative Einflussmöglichkeiten des Spielers in Videospielen

S. 116-129

Kathrin Klohs:

Wissenschaft(-sforschung) und (Computer-)Spielforschung: Bereits gemachte und noch mögliche Anfänge

S. 130-155

Jesper Juul:

Erzählen Spiele Geschichten? Eine kurze Anmerkung zu Spielen und Erzählungen

S. 156-177