Buchvorstellung, Filmclips und Lesung mit Michael Cuntz, Ulrike Hanstein, Katerina Krtilova, Jan Philip Müller, Anne Ortner und André Wendler.

Wörterbuch kinematografischer Objekte, hg. von Marius Böttcher, Dennis Göttel, Friederike Horstmann, Jan Philip Müller, Volker Pantenburg, Linda Waack und Regina Wuzella, Berlin: August Verlag (2014)

Wie ändert sich Filmgeschichte, wenn sie vom Objekt ausgedacht wird? Das Wörterbuch der kinematographischen Objekte unternimmt 100 Versuche zur Klärung einer verwickelten Relation. Die im Zentrum stehende Frage nach den kinematographischen Objekten vermag nicht nur ein genuines Wissen über die Dinge, sondern auch über den Film selbst herauszustellen. Was erzählen Objekte über das Verhältnis des Kinematographischen zur Dingwelt? Inwiefern arrangieren sich „photogene“ Gegenstände in besonderer Weise mit dem Film? Ausgehend von konkreten Einzel-Dingen (A-Z) und ihrem Verhältnis zueinander werden kinematographische Objekte dabei als diejenigen Dinge aufgefasst, die den Übergang zwischen vorfilmischem Raum, Filmbild und apparativem Feld strukturieren. Entscheidenden Anteil daran haben technische Operationen, die einzelne Dinge im Close-Up herausheben und in der Montage aufeinander beziehen, um so neue Objekt- Verhältnisse innerhalb und zwischen diegetisierten und Weltgefügen herzustellen: Kein Ding ohne Operation.