Im Rahmen des Jahresthemas der 'Hominisierung und Humanoidisierung' nähert sich die Tagung 'ANGST. Existenzielle Anordnungen' der Angst als Produktivkraft des (Nicht-)Menschlichen in drei Schritten: Angst sein, Angst werden, Angst haben. In diesen Figurationen der Angst geht es nicht allein um das Postulat einer Auflösung der Grenzen zwischen Mensch und Technik, zwischen Humanem und Nichthumanem, zwischen Natur und Kultur. Vielmehr ermöglicht der Blick auf die Angst, die Frage nach der Verfertigung des Menschen von ihren Rändern aus zu fassen und im selben Zuge den Rand - das Nichtmenschliche, das fremde Eigene - ins Zentrum zu tragen bzw. die Angst als Ermöglichungsbedingung der Subjektwerdung zu begreifen.