2010/2 ‒ Kulturen des Kopierschutzes II
Seit den 1990er Jahren war viel die Rede von Kopie und Simulation, Reproduzierbarkeit und Serialität. Doch dass schon das eigene Portemonnaie Dinge wie Geld und Personalpapiere enthält, die nicht kopiert werden sollen und von Normalbürgern auch nicht kopiert werden können, wird oft vergessen. Wir leben (auch) in einer "Kultur des Kopierschutzes", in der verschiedene technische, diskursive und juristische Verfahren zusammenwirken, um die gesteigerte "technische Reproduzierbarkeit", um Benjamins berühmten Ausdruck zu bemühen, im Zaum zu halten. Besonders deutlich wird das auch in den manchmal aufgeregten Diskussionen um den Status des Urheberrechts im Feld der digitalen Medien.
Gesamtheft
Kulturen des Kopierschutzes II (Navigationen 10/2, 2010)
Inhalt
Kulturen des Kopierschutzes II. Ein Vorwort
S. 7-8
Wasserzeichen. Vom 13. Jahrhundert bis zum Digital Watermarking
S. 9-61
Fair Play im digitalen Zeitalter. Anspruch und Wirklichkeit des Digital Rights Management
S. 63-83
Caging the copycat. Wie neue Technologien eingeschränkt werden. Eine Fallstudie: Das Google Book Search Settlement
S. 85-94
Digitale Kodierung und Repräsentation. DVD, CSS, DeCSS
S. 95-112
UNIX, Unix, *nix. Kopierschutz in der Softwareentwicklung
S. 113-135