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Medienbildung als politische Bildung?

Abstract

Je nach Politikverständnis spielt die Medienbildung für die politische Bildung eine unterschiedliche Rolle. Bei den zwei demokratischen Modellen hat die politische Bildung mit Partizipation zu tun. Doch nur das Konfliktmodell im Anschluss an Lyotard und Rancière betrachtet Medien und Politik als eine Einheit, so dass Medien- oder politische Bildung letztlich die so medial wie politisch geprägte Wirklichkeit genealogisch und dekonstruktiv hinterfragen und sich nicht wie das Konsensmodell im Anschluss an Rawls und Habermas mit dem öffentlichen Vernunftgebrauch als Aufgabe der politischen Bildung zufrieden geben können, bei dem Medienbildung peripher bleibt. Neoliberal tritt die Ökonomie an die Stelle der Politik, hat auch Medienbildung nur einen ökonomischen Sinn. Ordnungsvorstellungen im Stile Platons – daran anschließend das konservative Denken – oder Politik nach Carl Schmitt und Max Weber als Krieg betrachtet brauchen Medien- und politische Bildung nicht als Förderung der Mündigkeit, sondern der Untertänigkeit, hat für sie Politik nur wenig mit Demokratie zu tun.

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Schönherr-Mann, Hans-Martin: Medienbildung als politische Bildung?. In: Hug, Theo;Kohn, Tanja;Missomelius, Petra: Medien - Wissen - Bildung. Medienbildung wozu?. Innsbruck: Innsbruck University Press 2016, S. 55-71. DOI: 10.25969/mediarep/1338.
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 editor = {Hug, Theo and Kohn, Tanja and Missomelius, Petra},
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