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dc.contributor.editorRußmann, Uta
dc.contributor.editorBeinsteiner, Andreas
dc.contributor.editorOrtner, Heike
dc.creatorLeschke, Rainer
dc.date.accessioned2018-10-08T11:28:49Z
dc.date.available2018-10-08T11:28:49Z
dc.date.issued2012
dc.identifier.isbnisbn:978-3-902811-77-6
dc.identifier.urihttps://mediarep.org/handle/doc/3645
dc.description.abstractDie Idee, wonach die Geschlossenheit von Sozial- und Mediensystemen negativ und ihre Öffnung in jedem Falle positiv zu bewerten sei, schien nicht nur lange Zeit ebenso selbstverständlich wie einleuchtend zu sein, sondern sie befeuerte spätestens seit der Aufklärung die medien- und sozialpolitischen Phantasien. Habermas’ an der Aufklärung geschulte offene Diskursivität, Brechts Idee von zu Kommunikationsmedien umgebauten Distributionsmedien und selbst noch die Befürchtungen um ein Digital Divide gehorchen samt und sonders einem Imperativ der Öffnung. Sie sind durchweg getragen von der Vorstellung, wonach das Aufbrechen von Grenzen und geschlossenen Systemen in jedem Fall eine wünschenswerte Angelegenheit sei. Seit jedoch jener in Sozialen Netzwerken grassierende, ebenso naive wie freiwillige Selbstexhibitionismus kaum mehr zu übersehen ist, stößt auf, dass jene normative Idee von Öffnung und Schließung für die aktuelle Medienlandschaft in jedem Fall zu einfach ist. Offenheit und Geschlossenheit sind in komplexen Mediensystemen zu einer eigenständigen Dimension geworden, über die prinzipiell jedes Medium verfügt. Sie sind offenbar nicht nur individuell justierbar und daher nicht mehr an die Materialität eines bestimmten Mediums gebunden, sie verlangen vor allem auch nach einer eigenständigen Kompetenz im Umgang mit dieser medialen Dimension. So besteht das Management der eigenen Identität wesentlich aus dem souveränen Umgang mit den unterschiedlichen Stadien von Öffentlichkeit und d.h. im gezielten Einsatz von Öffnung und Schließung. Zugleich muss diese Dialektik von medialer Geschlossenheit und Offenheit historisch immer wieder neu sozial ausgehandelt werden. Denn Öffnung und Schließung von Kommunikationsprozessen sind immer auch Machtfragen, was sie zwangsläufig zu einem Gegenstand permanenter gesellschaftlicher Auseinandersetzung werden lässt.de
dc.languagedeu
dc.publisherInnsbruck University Press
dc.rights.urihttps://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectMassenmediende
dc.subjectKommunikationde
dc.subjectÖffentlichkeitde
dc.subject.ddcddc:300
dc.titleGeschlossene Gesellschaft. Zum kulturellen Regime von Medientechnologiende
dc.typebookPart
dcterms.bibliographicCitationLeschke, Rainer (2012): Geschlossene Gesellschaft. Zum kulturellen Regime von Medientechnologien. In: Uta Rußmann, Andreas Beinsteiner, Heike Ortner et al. (Hg.): Grenzenlose Enthüllungen. Medien zwischen Öffnung und Schließung. Innsbruck: Innsbruck University Press (Medien - Wissen - Bildung, 2), 53–71. DOI: http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/1723.
dc.type.statuspublishedVersion
local.source.spage53
local.source.epage71
dc.identifier.doi10.25969/mediarep/1723
local.academicbookseriesMedien – Wissen – Bildung
local.source.booktitleGrenzenlose Enthüllungen. Medien zwischen Öffnung und Schließung
dc.relation.isPartOfisbn:978-3-902811-77-6
dc.relation.isPartOfdoi:http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/791
dc.publisher.placeInnsbruck
local.coverpage2019-08-26T14:57:36


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