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dc.creatorWinkler, Hartmut
dc.date.accessioned2019-02-22T10:55:59Z
dc.date.available2019-02-22T10:55:59Z
dc.date.issued1997
dc.identifier.isbnisbn:3914963833
dc.identifier.urihttps://mediarep.org/handle/doc/4312
dc.description.abstractMit der Entwicklung des internationalen Datennetzes ist eine vitale Debatte um den 'Computer als Medium' entstanden. In der Presse, im Netz selbst und an den Hochschulen wird die Frage diskutiert, was die Kennzeichen und Eigenschaften des neuen Mediums sind; und es erweist sich, daß der etablierte Medienbegriff den neuen Gegenstand nur sehr unzulänglich beschreibt. Die zweite Frage, damit eng verbunden, ist eine mediengeschichtliche: auf welche Weise nämlich schließt das neue Medium an die bestehenden Medien an? Das vorliegende Buch geht davon aus, daß sich gegenwärtig ein tiefgreifender mediengeschichtlicher Umbruch ereignet. Eine Öffentlichkeit, die auf die technischen Bilder (Photographie, Film und Fernsehen) geradezu eingeschworen schien, scheint nun das gesamte Paradigma fallenzulassen und sich einer völlig neuen Medienkonstellation zuzuwenden. Warum aber findet dieser Umbruch statt? Was ist es, das einen so grundsätzlichen Wechsel offensichtlich erzwingt? Der Text stellt die These auf, daß es weniger die Realitäten als bestimmte 'Wünsche' sind, die das neue Medium tragen. Diese Wünsche werden zugänglich, sobald man den Begleitdiskurs analysiert, den die gegenwärtige Implementierungswelle ausgelöst hat. Eigentümlich vorschnell und affirmativ wird dort als 'Möglichkeiten' diskutiert, was, kritischer gelesen, den Durchblick auf bestimmte Wünsche zuläßt; und zwar sehr allgemeine Wünsche, die sich in ähnlicher Weise auch schon an andere Medien gerichtet haben: das enzyklopädische Ideal, das gesamte Weltwissen an einem Ort zu versammeln, der Wunsch, ein 'Tableau', d.h. eine einheitliche Sphäre des Symbolischen zu errichten, das Erschrecken vor der Arbitrarität der Zeichen, und der Wunsch, dem Wuchern der 'natürlichen Sprachen' die Luzidität und Transparenz einer Universalsprache entgegenzusetzen. Auf dieser sehr allgemeinen Ebene lassen sich Kontinuitäten zeigen, die sehr unterschiedliche historische Medienkonstellationen miteinander verbinden. Und gleichzeitig scheinen in der Entwicklung der bisherigen Medien spezifische Probleme entstanden zu sein, die das Datenuniversum mit seinen Mitteln zu lösen verspricht; erst die Defizite der etablierten Medien, so könnte man sagen, schaffen die Lücke, in die das neue Medium eintritt.de
dc.languagedeu
dc.publisherBoer
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0
dc.subjectMedientheoriede
dc.subjectSpeicherungde
dc.subjectProzessierungde
dc.subjectVermittlungde
dc.subjectVisualisierungde
dc.subjectVernetzungde
dc.subjectMedientechnikde
dc.subjectMediendispositivde
dc.subject.ddcddc:791
dc.titleDocuverse: Zur Medientheorie der Computer
dc.typebook
dcterms.bibliographicCitationWinkler, Hartmut (1997): Docuverse: Zur Medientheorie der Computer. München: Boer. DOI: http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/3570.
dc.type.statuspublishedVersion
dc.identifier.doi10.25969/mediarep/3570
dc.relation.isReviewedBydoi:https://doi.org/10.17192/ep1997.4.3971
dc.publisher.placeMünchen
local.coverpage2019-08-26T15:23:04


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