Sprachassistenzsysteme. Expertise Blinder und Sehbehinderter Thorsten Büchner, Imke Troltenier Zusammenfassung Die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderung auch im Hinblick auf die Teilhabe an barrierefreier Informationstechnologie. Von enormer Be- deutung für Menschen mit Blindheit und hochgradiger Sehbehinderung ist dabei die meist verbale Wiedergabe bzw. Beschreibung von visuellen Informationen. Seit Jahrzehnten begleiten blinde und sehbehinderte Expertinnen und Experten die fortschreitenden Entwicklungen: Beginnend bei Tonträgern auf Schallplatte und Kassette, über Entwicklung des weltweiten DAISY-Standards für digital zugängliche multimediale Dokumente, bis hin zu Sprachausgaben wie „Screenreader“, die den Computer-Bildschirminhalt auslesen und dadurch zugänglich machen. Durch barrierefreie Smartphone-Technologie und -Umsetzung entstanden in den letzten Jahren viele Apps, die die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben erleichtern. Der Beitrag stellt exemplarisch vor, wie Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung Informationen aufnehmen und in welcher Art und Weise Sprachassistenz dabei auf vielfältige Weise unterstützen kann.1 Die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista) ist ein bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung und zugleich eine offene und lebendige Bildungs- und Begegnungsstätte für Jung und Alt. Es ist der blista ein besonderes Anlie- gen, ihre Kompetenzen bei der Verbesserung der Zugänglichkeit von Bildungs- und In- formationsangeboten für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung einzubringen. Mit dem einzigen grundständigen Gymnasium im deutschsprachigen Raum für junge Leute mit Blindheit und Sehbehinderung, den dezentralen Internaten, der Hörbücherei, der Deut- schen Blinden Bibliothek und der Reha-Einrichtung ist die blista auf die Bedürfnisse von Menschen mit Seheinschränkungen in allen Altersgruppen und Lebensphasen ausgerichtet. Das Motto lautet: „Für ein selbstverständliches Miteinander in einer visuell geprägten Gesellschaft bauen wir Barrieren ab.“ Die UN-Behindertenrechtskonvention stärkt das Recht auf Zugang zu Informationen und Informationstechnologie für behinderte Menschen. Dabei erkennt sie an, dass beispiels- weise der Zugang zu Literatur für blinde Menschen grundsätzlich erschwert ist. Das Feh- len zugänglicher Fachliteratur war maßgebliche Motivation für die Gründung der blista vor über 100 Jahren.2 Während damals die Übertragung der sogenannten „Schwarzschrift- Bücher“ in tastbare „Braille- oder Punktschriftbücher“ der einzige Weg war, um ein selbstständiges und selbstbestimmtes Lernen zu ermöglichen, kamen später erste Tonträ- 1 Für ein „harmonisches Miteinander von blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen im Alltag“ empfehlen wir den blista-Film unter YouTube (blista 2016). 2 Vgl. https://www.blista.de/geschichte 66 Thorsten Büchner, Imke Troltenier ger wie etwa Tonbänder, Schallplatten und Kassetten hinzu. Heute ist das Spektrum der Möglichkeiten, Literatur zugänglich zu gestalten weitaus breiter und vielfältiger. Die vor- mals auf menschliche Assistenz, auf Vorleser und Vorleserinnen beschränkten Möglich- keiten für Informationszugänge, Erläuterungen und Beschreibungen werden längst durch synthetische Sprachassistenzsysteme ergänzt. Sie öffnen Zugänge nicht nur zu Büchern und Fachliteratur, sondern auch zu Filmen, In- ternetseiten, Fotos, Farben und vielem mehr. Gleichwohl hat eine deutliche Benachteili- gung weiterhin Bestand: Ob Fachliteratur, aktuelle Nachrichten oder Lesevergnügen – nur rund fünf Prozent aller in Europa erhältlichen Bücher haben ein Format, das für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet ist. In den Entwicklungsländern beträgt der entspre- chende Anteil kaum ein Prozent (vgl. Kaltwasser 2011). In den praktischen Phasen des Workshops an der Universität Innsbruck ging es weiterhin darum, zu sensibilisieren und die Teilnehmenden zu ermutigen, sich auf ungewohnte In- formationskanäle einzulassen und selbst ein Gespür für die Vielfalt und den Stellenwert akustischer Codierungen zu entwickeln. Informationen ertasten Zunächst gilt es darauf hinzuweisen, dass die Art und Weise menschlicher Informations- aufnahme je nach Wahrnehmungssinn spezifisch erfolgt. So unterscheidet sich eine visuel- le Informationsaufnahme grundlegend von der beim Tasten. Einige Beispiele: • Sehen erfolgt simultan. Tasten erfolgt sukzessive, braucht eine bewusste Hinwen- dung, viel Übung – und meist sehr viel mehr Zeit. • Beim Sehen ist man es gewohnt, Objekte in verschiedenen Größen als identisch wahrzunehmen und die Größendifferenz perspektivisch bzw. relativ zu interpre- tieren. Beim Tasten ist nur die unmittelbare Umgebung in ihrer Form erfahrbar. • Symbole und Icons aus der Sehenden-Welt sind für blinde Menschen nicht gleichermaßen intuitiv verständlich. Die Reflexion von Sinnestransfer-Leistungen, Selbsterfahrungen beim Tasten, „unter der Augenbinde“, mit „Simulationsbrille“ und bei Audiodeskription waren im Rahmen des Workshops wichtige Elemente der Sensibilisierung. Informationen übertragen In modernen Schulbüchern ist in der Regel ein erheblicher Anteil der Informationen gra- fisch codiert – etwa in Fotos, Karten, Zeichnungen und Diagrammen. Die jeweiligen In- formationen können in Sprache übertragen und durch tastbare Arbeitsblätter, Folien und Modelle ergänzt werden. „VISCH – Visualisierungen in Schulbüchern“ lautet der Kurzti- tel eines Leitfadens, hinter dem langjährige Erfahrungen im Bereich des Gestaltens für Sprachassistenzsysteme. Expertise Blinder und Sehbehinderter 67 blinde und sehbehinderte Menschen stehen, die hier mit aktuellen Überlegungen und Ent- wicklungen zusammenfließen.3 Abbildung 1: Eine Schülerin ertastet das taktile Modell einer Blüte. Bei der Erstellung der tastbaren Medien, für die sehr viel Wissen und „Fingerspitzengefühl“ nötig ist, stützt man sich auf wissenschaftliche Untersuchungen und Anwendungserfahrungen (Bildnachweis: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., blista) 3 VISCH – Visualisierte Informationen in Schulbüchern zugänglich machen. Leitfaden mit Beispielen. Ein Projekt der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. und des Bundeskompetenzzentrums Barriere- freiheit e.V., Dezember 2012, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg/Lahn. Down- load: www.blista.de/taktilemedien. 68 Thorsten Büchner, Imke Troltenier Abbildung 2: Eine Seniorin ertastet einen taktilen Plan. So kann sie ihren Weg vom Bahnhof zur Bushaltestelle im Vorfeld genau planen (Bildnachweis: Deutsche Blinden- studienanstalt e.V., blista) Darüber hinaus werden derzeit neue inklusionsorientierte Lehr- und Lernmittel entwickelt, von denen alle Schüler profitieren sollen. So etwa „Multimediale Lernpakete für den in- klusiven Unterricht, kurz: „MuLIs“, d. h. barrierefrei zugängliche Themenhefte und 3D- Modelle für den Unterricht.4 Mit Hilfe von Computern kommunizieren Sogenannte „Screenreader“ vermitteln die Informationen, die visuell auf dem PC-Monitor ausgegeben werden, mittels synthetischer Sprache. Hinzu kommt meist noch die sog. 4 Vgl. www.blista.de/content/multimediale-lernpakete-für-den-inklusiven-unterricht. Sprachassistenzsysteme. Expertise Blinder und Sehbehinderter 69 „Braillezeile“, die als Ausgabegerät Texte buchstabengetreu taktil darstellt. Dabei sind die „Fähigkeiten“ von Screenreadern, das Bildschirmgeschehen über Sprachausgabe und Braillezeile wiederzugeben, oft beeindruckend. Denn sie liefern – sofern die Internetseiten barrierefrei angelegt wurden – dabei auch Schlüsselinformationen zu Aufbau, Strukturen und Bedienelementen. So gibt es beim Aufruf einer Webseite beispielsweise Auskünfte wie „die Seite hat 27 Überschriften und 45 Links“. Rein visuelle Informationen wie Grafi- ken und Fotos können sich dagegen jeglicher Wahrnehmung entziehen. Und nicht alle Anwendungsprogramme können mit diesem Verfahren zugänglich gemacht werden. Für das Lesen gedruckter Unterlagen wie Briefe, Formulare, Rechnungen etc. setzt man zu- sätzlich Scanner ein, d. h. die Dokumente werden eingescannt, von einer Texterkennungs- software verarbeitet und anschließend vom „Screenreader“, der Sprachausgabe, wiederge- geben. Eine fehlende Barrierefreiheit digitaler Angebote im Internet erschwert auch heute noch häufig die chancengleiche Teilhabe von Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung. Dies gilt zum Beispiel für berufsfachliche Software genauso wie für viele der sozialen Medien und Netzwerke. Weitere Möglichkeiten der Verbalisierung visueller Informationen Hörbücher im DAISY-Format: Die Abkürzung steht für Digital Accessible Information System und zugleich für einen internationalen Standard zugänglicher und navigierbarer, oft multimedialer Dokumente. DAISY-Hörbücher unterscheiden sich also von den gängi- gen Hörbüchern zum Beispiel dadurch, dass sie die jeweiligen Werke ungekürzt wieder- geben, dass man digitale Lesezeichen setzen kann und nicht von Track zu Track springen muss, so dass sie etwa durch das gezielte Anwählen einer bestimmten Seite aus der Buch- vorlage auch zitierbar werden. Dies ist in Schule, Studium und vielen Berufsbereichen eine wichtige Voraussetzung dafür, chancengleich mit sehenden Menschen mithalten zu können. Audiodeskription nennt man die Beschreibung dessen, was in bewegten Bildern zu sehen ist. Im Fernsehen gewinnt sie zunehmend an Bedeutung, im Kino unterstützt die App „Greta“ blinde und hochgradig sehbehinderte Zuschauerinnen und Zuschauer, im Theater und bei Sportveranstaltungen ist die sog. Live-Audiodeskription eine Möglichkeit die kulturelle Teilhabe von Menschen mit visuellen Einschränkungen zu unterstützen und zu fördern. Akustische Wegbeschreibungen mit sprachsynthetischer Ausgabe haben durch Navigati- onssysteme längst Eingang in den Alltag vieler Autofahrerinnen und -fahrer gefunden. Akustische Wegbeschreibungen für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen unter- scheiden sich davon. Sie werden meist von den Fachleuten, den sog. „Fachkräften der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation“ erarbeitet und verstehen es, neben den ggf. vorhandenen taktilen Leitsystemen durch spezifisch relevante „Wegmarken“ im Boden, 70 Thorsten Büchner, Imke Troltenier Gerüche und Geräusche eine Orientierung und Wegfindung mit allen Sinnen zu ermög- lichen. Fazit Die Zahl der „sprechenden Hilfsmittel“, die im Alltagsleben Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung unterstützen, ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewachsen: Spre- chende Uhren, sprechende Waagen, sprechende Blutdruckmessgeräte kommen gleicher- maßen zum Einsatz wie Farberkennungsgeräte, die beim farblich abgestimmten Einkleiden unterstützen und Einkaufs-Hilfsmittel, die Strichcode erkennen. Mehrere Apps warten inzwischen mit ähnlichen Leistungen auf und oft sind blinde und sehbehinderte Menschen an diesen rasant voranschreitenden Entwicklungen beteiligt oder mit ihnen vernetzt. Zu den spannenden Assistenzsystemen zählen Apps, die menschliche Fähigkeiten und technische Leistungen verknüpfen. So beispielsweise Be My Eyes, eine App, die sehende, sehbehinderte und blinde Nutzer via Crowd-Sourcing zusammen bringt. Bei der App TapTapSee erfolgt die Erkennung stufenweise: die zunächst maschinelle Er- kennung einer Fotoaufnahme wird, wenn diese nicht präzise genug ist, an menschliche Helfer weitergeleitet. Demgegenüber nutzt die App Aipoly vision künstliche Intelligenz, um Bilder zu erkennen. Man richtet die Kamera seines Smartphones auf ein Objekt, hört eine Beschreibung, wan- dert mit der Kamera weiter, hört eine weitere Beschreibung – und kann auf diese Weise – beispielsweise auf Dienstreise in einem unbekannten Hotelzimmer – als blinder Mensch recht schnell einen ganzen Raum erkunden. Die App erkennt auch Geldscheine, Barcodes und QR-Codes. Eine neue App, die viele der erwähnten Komponenten miteinander ver- eint, ist beispielsweise Seeing AI. Das Thema der „maschinellen Erkennung mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze” entwi- ckelt sich derartig schnell, dass man sicherlich schon in zwei Jahren über Apps und Geräte verfügen können wird, von denen man aktuell – als Mensch im Allgemeinen und als blin- der Mensch im Besonderen – nur träumen kann. Literatur blista (2016): „… für ein harmonisches Miteinander von blinden, sehbehinderten und se- henden Menschen im Alltag. Ein Film der blista.“ Abgerufen unter: https://www.youtube.com/watch?v=Lm-VoQbdpSY&t=52s [Stand vom 15-05-2018]. Kaltwasser, Hans (2011): Bücher ohne Grenzen. horus spezial 6 – Europa blind verstehen. Abgerufen unter: http://www.dvbs-online.de/index.php/publikationen-2/horus- spezial/horus-spezial-6-2011 [Stand vom 12-04-2017]. MuLIs – Multimediale Lernpakete für den inklusiven Unterricht. Abgerufen unter: https://www.blista.de/content/multimediale-lernpakete-f%C3%BCr-den-inklusiven- unterricht [Stand vom 15-05-2018]. Sprachassistenzsysteme. Expertise Blinder und Sehbehinderter 71 VISCH – Visualisierte Informationen in Schulbüchern zugänglich machen. Leitfaden mit Beispielen. Ein Projekt der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. und des Bundeskom- petenzzentrums Barrierefreiheit e.V., Dezember 2012, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista), Marburg/Lahn. Download: https://www.blista.de/sites/default/files/visch- leitfaden.pdf. Weiterführende Literaturhinweise und Internetquellen Aktion Mensch e.V. (Hrsg.) (o. J.): Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente. Abgerufen unter: https://einfach-fuer-alle.de/artikel/pdf-barrierefrei-umsetzen/ [Stand vom 15-05- 2018]. Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0), Ausfertigungsdatum: 12.09.2011. Abgerufen unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/BJNR 184300011.html [Stand vom 15-05-2018]. Brawata, Isabella (2013): Mit Tasten oder ohne – Welches Handy passt zu mir? horus - Marburger Beiträge zur Integration Blinder und Sehbehinderter, 75 (1), S. 7–10. 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