Filme von und über jüdische Organisationen und die jüdische Besiedlung von Palästina zusammengestellt von Jeanpaul Goergen und Ronny Loewy Auffällig selten behandelte der Dokumentar- und Kulturfilm der Weimarer Re- publik jüdische Themen. Auch die jüdischen Organisationen in Deutschland realisierten lediglich vereinzelte Filme und vergaben nur wenige Auftragspro- duktionen. Von ausländischen Produktionen wurden drei zionistische Werbe- filme aus Palästina verliehen. Der erste Teil der chronologisch aufgebauten Liste fasst all diese Filme, sofern sie nachweisbar in Deutschland zensiert bzw. aufgeführt wurden, zusammen. Bis 1933 lassen sich auch etwa ein Dutzend Filme über den Vorderen Orient im allgemeinen und Palästina im besonderen in den Zensurunterlagen nach- weisen, etwa der Ufa-Film Bilder aus Jerusalem (1921) oder Palästina, Syrien und das Ostjordanland (1932) des Stuttgarters Paul Hommel. Da diese Expedi- tions- und Reisefilme aber nicht in einem jüdischen bzw. zionistischen Kon- text standen, werden sie hier nicht berücksichtigt. Nicht erfasst werden auch Filme über die jüdische Besiedlung Palästinas, die unter deutscher Beteiligung entstanden, aber nicht in Deutschland gezeigt wurden. Für die Zeit ab 1933 berücksichtigen wir im zweiten Teil unserer Zusammen- stellung alle von der nationalsozialistischen Filmprüfstelle bewerteten und nur für „geschlossene Veranstaltungen vor Mitgliedern der jüdischen Gemein- schaft“ zugelassenen Filme: mit Ausnahme des polnischer Spielfilms Jia! mit'n Fidl ausschließlich Dokumentarfilme. Wir nennen auch jene Dokumentarfilme, die nicht zensiert, aber nachweis- lich - vor allem durch Berichte der jüdischen Presse - aufgeführt wurden. Warum einige Dokumentar- und Spielfilme zwischen 1933 und 1936 nicht zensiert wurden, ist nicht bekannt - hier besteht noch Forschungsbedart. Möglicherweise wurden bis dahin die geschlossenen Vorführungen der jüdi- schen Gemeinden nicht bzw. nicht immer als öffentliche Veranstaltungen ge- wertet. Stets aber war eine politische Kontrolle durch die Aufsicht des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gegeben. Zionistische Institutionen wie die beiden jüdischen Gründungsfonds, die Keren Kayemeth Le-Israel' (= Jüdischer Nationalfonds) und die Keren Hayes- sod’ (= Jüdisches Palästinawerk) beteiligten sich bis 1938 an der Produktion von etwa einem Dutzend Dokumentarfilmen. Andere wurden von der Palästi- na-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsver- band der jüdischen Kulturbünde in Deutschland) produziert. Sie besorgte auch Zensuranmeldung, Verleih und Aufführung der meisten dieser Filme.’ 17 Warum aber 1936 der Montage- und Vortragsfilm Wege in die Welt von Edgar Beyfuß nur für Aufführungen „im Rahmen der jüdischen Kulturbünde“ frei- gegeben wurde, ist auf Grund der Zensurkarte - der Film ist vermutlich nicht erhalten - nur schwer nachzuvollziehen, Sein Thema war: „Immer wieder mussten Menschen wandern, Neue Pfade suchen. In die weite Welt! - Wer aber kennt sie? Da hilft uns der Film! Er zeigt uns im Bilde: Wege in die Welt.”‘ Unter den Aufnahmen aus aller Herren Länder zeigte Beyfuß auch Bil- der aus Palästina. Die Übersicht dokumentiert den gegenwärtigen Erkenntnisstand. Die Liste beschränkt sich auf Grunddaten; falls vorhanden, werden die Angaben der Zensurkarte zitiert und durch Informationen aus dem Jahrbuch der Filmin- dustrie ergänzt. Die zeitgenössischen Schreibweisen wurden beibehalten. Alle Filme in 35mm, sofern nicht anders angegeben. Detaillierte Informationen sowie Hinweise zur Kopienlage sind unter www.cine-holocaust.de abrufbar. Das neue jüdische Palästina. Film des Jüdischen Nationalfonds Prod.: Jüdischer Nationalfonds e.V., Berlin, Sächsische Straße 8 / R: J. Ben Dow [= Yaacov Ben Dov], Jerusalem / Zensur: 3.5.1922, B 5797, 5 Akte, 1557 m, Jf. Das alte und das neue Palästina Land’: Palästina / Prod.: Keren Kajameth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) Zentrale Sitz Jerusalem, Palästina / Antragsteller: Keren Kajameth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) Berlin W 15, Meinekestraße 10 / Zensur: 21.11.1924, B 9383, 579 m, Jf., „Ergänzung zu den bereits veröffentlichten Bildstreifen.” Ein Freitag Abend. Bilder aus der Jüdischen Wohlfahrtspflege Prod.: Im Auftrage der Zentralwohlfahrtsstelle deutscher Juden hergestellt von Gervid-Film, Berlin-Steglitz / R: Gertrud David / Zensur: 4. 6. 1926, B 13043, 3 Akte, 1162 m, stumm, Jf., Doppelprüfung: 31.8.1926, B 13597, 3 Akte, 1334 m, Jf. - Porträt der Zentralwohlfahrtsstelle deutscher Juden Unsere Jugend in Palästina Land: Palästina / Prod.: Keren Hajessod, Jerusalem, Palästina / Antragsteller: Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) e.V., Berlin W 15, Meinekestraße 10 / Zensur: 7.1.1927, B 14656, 2 Akte, 783 m, Jf. Palästina-Aufbau. Bilder zur jüngsten Geschichte Erze Israels Prod.: Keren Kajameth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) e.V., Berün W 15, Meinekestr. 10 / Auf Grund der Filme des Keren Kajameth Lejisrael zusammen- gestellt von M. Paul Block / Zensur: 13.4.1927, B 15489, 5 Akte, 1607 m, Jf. 18 Israelitische Jugendhilfe e.V., München Prod.: Emelka-Kulturfilm GmbH, München / Zensur: 26.1.1928, M 2782, 1 Akt, 382 m, Jf. Das jüdische Waisendorf Ben Schemen Land: Palästina / Prod.: Jüdische Waisenhilfe e.V., Palästina / Antragsteller: Jüdische Waisenhilfe e.V., Berlin, Passauer Straße 24 / Zensur: 20.1.1928, B 17970, 2 Akte, 498 m, Jf. Tiroler Fahrt Prod.: Bund jüdischer Pfadfinder / Zensur: 15.3.1928, M 2828, 1 Akt, 288 m, Jf. Der jüdische Boxclub Maccabi Prod.: Jüdischer Box-Club Maccabi e.V., Berlin NW 87, Jagowstraße 5 / Zen- sur: 10.5.1928, B 18986, 3 Akte, 556 m, Jf. Eine Reise durch Palästina. Der große Palästina-Film Prod.: Palästina-Filmgesellschaft Lewinsky & Co., Berlin; bei Doppelprüfung: Palästina-Film Gesellschaft, Berlin N 24, Oranienburger Straße 16 / Zensur: 13.8.1928, B 19735, 6 Akte, 2808 m, Jf.; Doppelprüfung: 28.9.1928, B 20271, 6 Akte, 2132 m, Jf. Frühling in Palästina. Bilder vom Aufbau der Jüdischen Heimstätte Prod.: Keren Kajameth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) e.V., Berlin / R: Joseph Gal- Ezer (als: J. Gal-Eser) / Zensur: 5.12.1928, B 21049, 6 Akte, 1652 m, Jf. LichtBildBühne, Nr. 2. 1925,5.63 Bundestag. Ein Kameradenfilm Prod.: „Kameraden“. Deutsch-jüdischer Wanderbund Ortsgruppe Berlin, Berün / R: Paul Falkenberg / Zensur: 2.5.1929, B 22358, 2 Akte, 724 m, stumm, Jf. Makkabäer. Ein Film jüdischer Sportjugend Prod.: Felix Simmenauer, Berlin-Wilmersdorf, Rudolstädterstraße 121 / R: Felix Simmenauer / Zensur: 5.12.1929, B 24400, 16mm, 5 Akte, 635 m, stumm, ne - Die Aktivitäten und Leistungen der jüdischen Sportjugend insbesondere in Deutschland, mit der Agfa-Movex aufgenommen. Aus dem Leben im Kinder- und Jugenddorf Benschemen Prod.: Jüdische Waisenhilfe e.V., Berlin-Charlottenburg, Knesebeckstraße 86/87 / Zensur: 21.3.1930, B 25410, 4 Akte, 930 m, stumm, Jf. san - Die Entwicklung des Kinder- und Jugenddorfes Ben Schemen in Palästina. 19 Antwerpen 1930. Ein Makkabäerfilm Prod.: Felix Simmenauer, Berlin-Wilmersdorf, Kaiserallee 177 / R: Felix Sim- menauer / Zensur: 23.1.1931, B 28026, 16mm, 105 m, stumm, Jf. - Mit der Agfa-Movex gefilmte Werbefahrt jüdischer Sportler zum Makkabifest in Antwerpen. Verkannte Menschen. Ein Film der Gehörlosen Prod.: Ufa, für den Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands / R: Alfred Kell / Zensur: 4.8.1932, B 31910, 3 Akte, 1074 m, stumm, Jf. - Enthält Aufnahmen aus der Israelitischen Taubstummen-Anstalt (ITA) in Berlin-Weißensee. Bilder aus der israelitischen Taubstummenanstalt Berlin-Weißensee Prod.: Ufa / Zensur: 19. 6. 1933, B 33853; 0 33853, 1 Akt, 370 m, Verbot. Doppelprüfung: 9.8.1933, B 34272, 1 Akt, 379 m, unter dem Titel Der Werde- gang eines Taubstummen. „Darf nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Mitgliedern und Gästen des Vereins ‚Jedide Ilmin‘, auch vor Jugendlichen, vorgeführt werden.” Das neue Palästina Prod.: Dr. Jack Levy, Berlin W 50, Neue Ansbacher Straße 6 / R: Dr. Jodell / Zensur: 13.7.1934, B 36762, 16mm, 2 Akte, 756 m. „Der Film (...) darf jedoch nur in geschlossenen jüdischen Veranstaltungen gezeigt werden.“ Das Land der Verheißung (OT: The Land of Promise) Land: USA / Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin / R: Juda Leman / Zensur: 13.5.1935, B 39269, 7 Akte, 1613 m. „Vorführung nur in geschlossenen Veranstaltungen der jüdischen Ge- meinden vor Angehörigen der jüdischen Rasse.“ - Jüdische Ansiedlungen und Investitionen in Palästina. Wege in die Welt Prod.: Dr. Edgar Beyfuß-Film, Berlin / R: Edgar Beyfuß / Zensur: 24.1.1936, B 41293, 7 Akte, 1805 m, stumm. („Der Film wird von einem mündlichen Vor- trag begleitet, dessen Text von der Film-Prüfstelle genehmigt ist.”) „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in ge- schlossenen Veranstaltungen im Rahmen der jüdischen Kulturbünde vorge- führt werden.“ / Schmalfilmzensur: 31.3.1936, B 42064, 16mm, 7 Akte, 693 m, stumm. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelas- sen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen im Reichsverband jü- discher Kulturbünde bzw. jüdischer Religionsgemeinschaften, auch vor Ju- gendlichen, gezeigt werden.” 20 Vom Wadi Hawarith zum Emek Hefer Land: Palästina / Prod.: Tekufa Film Co., Tel Avıv, für Keren Kayemeth Le-Is- rael, Jerusalem / R: Erich Brock, Walter Kristeller / Uraufführung: Juni 1936, Berlin / 35 mm, stumm, 483,6 m (Kopienlänge) / nicht zensiert. - Landwirtschaftliche Siedlungen in Palästina. Erez Israel im Aufbau Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Nachum Tim Gidal / Uraufführung: 8.6.1936, Berlin (Logenhaus) / 16mm, stumm / nicht zensiert. - Szenen aus Tel Aviv, von den Makkabiah-Spielen, dem zehnten Geburtstag der Hebräischen Universität in Jerusalem sowie vom Fest des Nebi Nusa. Schekel Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Georg Engel / Uraufführung: Juni 1937, Berlin (Kulturbundsaal) / 16mm, stumm / nicht zensiert. - Werbung für die Beteiligung an der „Schekelaktion“ der World Zionist Orga- nization als Aufbauhilfe für Palästina. Brit Hanoar. Ein Film aus dem Leben des Brit Hanoar schel Zeire Misrachi Prod.: Keren Tora wa’Awoda für Deutschland: Fonds für jüdische Landwirt- schaft, Berlin W 50, Augsburger Straße 60 / R: Ernst Mayer / Zensur: 27.7. 1937, B 45818, 16mm, 1 Akt, 197 m. „Der Film wird zur Vorführung im Deut- schen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen jüdischer Vereine bzw. Verbände, auch vor Jugendlichen, auf jeden Fall aber nur vor Angehörigen der jüdischen Rasse, vorgeführt werden.” - Der religiös-nationale Jugendbund der Misrachi „Brit Hanoar” in Deutschland. Weg in die Wirklichkeit. Ein Film vom Schaffen der religiösen Arbeiterschaft ın Erez Jisrael Prod.: Keren Tora wa‘Awoda für Deutschland, Fonds für jüdische Landwirt- schaft, Berlin W 50, Augsburger Straße 60 / R: Ernst Mayer / Zensur: 26.7. 1937, B45819, 16mm, 2 Akte, 386 m, nach Kürzung 382 m. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen jüdischer Vereine bzw. Verbände, auch vor Jugendlichen, auf jeden Fall aber nur vor Angehörigen der jüdischen Rasse, vorgeführt werden.” Folgender Teil ist verboten: „Am Ende des 1. Aktes folgende Stelle des gespro- chenen Textes: ‚Purimfest der Kinder, ein Volk lernt wieder lachen.” - Die religiös-nationale Bewegung „Hapoel Hamisrachi” in Palästina und ihr Ideal: „Das jüdische Land, dem jüdischen Volke auf Grundlage der jüdischen Lehre”. 21 Sport-Werbefilm Prod.: Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten e.V., Landesverband Westdeutsch- land, Köln, Auf dem Berlich 32 / Zensur: 1.10.1937, B 46315, 16mm, 2 Akte, 206 m. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Angehören der jüdischen Rasse, auch vor Jugendlichen, vorgeführt werden.” - Sportliche Aktivitäten und Mitgliederwerbung der Vereine im Sportbund des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten Miterleben! Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Georg Engel / Zensur: 1.10.1937, B 46340, 1 Akt, 156 m, stumm. Auch als Schmal- film (63 m, stumm) zensiert. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen vor An- gehörigen der jüdischen Rasse, auch vor Jugendlichen, vorgeführt werden.” - Werbung für die „Jüdische Rundschau“. Ein Tag - ein Werk Land: Palästina / Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Leo Herrmann / Zensur: 22.1.1938, B 47355, 343 m. Auch als Schmalfilm (139 m) zensiert. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Mit- gliedern der jüdischen Gemeinschaft, auch vor Jugendlichen, vorgeführt wer- den.” / Built in a day (Ein Tag - ein Werk) (Englische Fassung) / Zensur: 1.3. 1938, B 47694, 344 m. „Darf nach dem Ausland in Verkehr gebracht werden.” - Aufbau der jüdischen Siedlung Tirat Zwi in Palästina an einem Tag. Makkabi-Sport Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / Aufnah- meleitung: Alfred H. Unger / Zensur: 22.2.1938, B 47456, 16mm, 244 m, stumm. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche, auch vor Ju- gendlichen, zugelassen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen und ausschließlich vor Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft vorgeführt werden.” Schaffender Wille (Juden werden Bauern und Handwerker) Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Georg Engel / Zensur: 4.2.1938, B 47531, 16mm, 2 Akte, 346 m, stumm. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche, auch vor Jugendlichen, zugelas- 22 sen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft vorgeführt werden.” Hatikwah (Dokumente einer Hoffnung) Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin. / R: Georg Engel / Zensur: 5.2.1938, B 47535, 16mm, 5 Akte, 532 m, stumm. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche, auch vor Jugendlichen, zugelas- sen, darf jedoch nur in geschlossenen Veranstaltungen vor Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft vorgeführt werden.” Jid! mit’n Fidl Land: Polen / Prod.: Greenfilm, Warschau / Antragsteller: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdi- schen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Joseph Green / Zensur: 11.4. 1938, B 48087, 8 Akte, 2557 m. Auch als Schmalfilm (1031 m) zensiert. Spielfilm. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche mit der Maßga- be zugelassen, daß er nur in geschlossenen Veranstaltungen und ausschließ- lich vor Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft, gezeigt wird.“ Der neue Weg Prod.: Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (im Reichsverband der jüdischen Kulturbünde in Deutschland), Berlin / R: Georg Engel / Zensur: 4.5.1938, B 48181, 35mm, 1163 m {vor Zensur: 1165 m), JE, auch als Schmalfilm (462 m) zensiert. „Der Film wird zur Vorführung im Deutschen Reiche, auch vor Jugendlichen, zugelassen, darf jedoch nur in ge- schlossenen Veranstaltungen vor Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft ge- zeigt werden.“ - Kompilationsfilm über die jüdische Besiedlung Palästinas. ' Ältere Schreibweise: Keren Kajameth Lejisrael; Abkürzung: KKL. ? Ältere Schreibweise; Keren Hajessod; Wörtliche Übersetzung: Jüdischer Gründungsfonds. "Val. die grundlegende Studie von Jan-Christopher Horak: Zionist Film Propaganda in Nazi Germany. In: Historical Journal of Film, Radio and Television.Vol. 4, Nr. I, 1984. * Zensurkarte B 41293, Archiv: Bundesarchiv-Filmarchiv. ° Angaben laut Zensurlisten. 23