Book part: Modalitäten von Kritik in Praktiken des Urban Sensing
Abstract
Der Beitrag diskutiert das Potenzial bürgerwissenschaftlicher Urban Sensing-Initiativen mittels kritisch-technischer (Daten-)Praktiken sowohl zu einem besseren ökologischen Verständnis urbaner Dynamiken als auch zur Reflexion sensorbasierter Datenerhebung beizutragen. Gleichzeitig sind die Politiken, Rhetoriken, Methoden und epistemologischen Voraussetzungen des Urban Sensing stets dem Risiko ausgesetzt einem reduktionistischen Verständnis der datenbasierten Stadt Vorschub zu leisten. Am Beispiel der niederländischen Projekte Meet je Stad und Snuffelfiets zeigen wir, wie unterschiedlich gewichtete Beteiligungs- und Gestaltungsmöglichkeiten die Nachhaltigkeit der Unternehmungen beeinflussen und verschiedene Arten urbanen Wissens produzieren. Zwischenergebnisse aus einer laufenden ethnografischen Feldstudie legen nahe, dass die soziomaterielle und organisatorische Ausgestaltung von Urban Sensing-Projekten mit darüber entscheidet, ob sensorbasiertes Wissen in politische Handlungsfelder Eingang finden und auf diesem Wege urbane Mensch-Umwelt-Relationen neu ausrichten kann.

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